Sprachaufenthalt in Eastbourne

Dominik Goldmann
10. Februar 2020

In der KV-Lehre kann man im zweiten und / oder dritten Lehrjahr einen Sprachaufenthalt verbringen. Dieser dauert 2 Wochen und findet immer in den Herbstferien der Stadt Winterthur statt. Man kann entweder nach England oder nach Frankreich reisen.

Ich entschied mich nach Eastbourne, England zu gehen, weil wir am Ende des zweiten Lehrjahrs schon Englisch abgeschlossen haben. Da ich zweisprachigen Unterricht habe, war die Abschlussprüfung nicht das BEC sondern das FCE (First Certificate in English), welches ein Sprachlevel höher ist und auch international anerkannt ist.

Bevor der Sprachaufenthalt anfing, mussten alle Teilnehmer einen Einstufungstest absolvieren. Durch diesen Test wurde man dann, je nach Level, in verschiedene Klassen eingeteilt.

Der Sprachaufenthalt begann am Sonntagmorgen der Herbstferien am Flughafen Zürich. Meine Freundin und ich durften gemeinsam das Gepäck aufgeben, da sie in derselben Klasse ist wie ich und auch in den Sprachaufenthalt ging. Als wir danach kurz auf die Seite standen, um unsere Tickets einzupacken, bemerkte meine Freundin, dass sie ihres verloren hatte. Zum Glück nahm es der Angestellte bei der Gepäcksaufgabe mit Humor und druckte ein Neues aus, da wir es nicht auf den ca. 15 Metern, die uns trennten, fanden. Als wir beim Gate waren, fanden wir heraus, dass ein anderer Schüler das Ticket am Boden fand, direkt nach dem wir unser Gepäck aufgegeben hatten und im Chat nachfragte ob es jemand verloren hatte. Das erklärte auch warum wir es nicht fanden, als wir bemerkt hatten, dass es weg war.

Jedenfalls haben wir es nach England geschafft und dort wurden auch alle Schüler das erste Mal zusammengetrommelt. Danach gingen wir als Gruppe von ca. 50 Personen zur Car-Haltestelle. Da wir zu viele Leute für einen Car waren, mussten ca. 8 Personen in einen Minibus umsteigen. Meine Freundin und ich entschieden uns in den Minibus zu steigen. Als wir nach einer 1,5 stündiger Fahrt in Eastbourne ankamen, war vom Car nichts zu sehen. Es stellte sich heraus, dass hinter uns auf der Autobahn ein Unfall geschehen ist und der Car dadurch in einen Stau geraten ist und erst rund zwei Stunden nach uns ankam. Daraufhin wurde entschieden, dass jeder aus unserer kleinen Gruppe zu den jeweiligen Gastfamilien gefahren wird, da wir alle Einzelzimmer hatten.

Meine Gastfamilie hat mich sehr gut aufgenommen und war sehr zuvorkommend. Mein Zimmer war spartanisch eingerichtet und war für ein Zimmer in einem alten, englischen Haus relativ gross.

Am nächsten Morgen war dann der erste Schultag an der ELC. Am Anfang wurde bekannt gegeben, wer in welcher Klasse ist und uns wurden die Schulgebäude gezeigt. Die Schulzeit war von 09.00 bis 15.30 Uhr mit einer Stunde Mittag. Am Morgen hatten wir vor allem Grammatik-Themen und lernten die englische Kultur kennen. Am Nachmittag übten wir das Sprechen wie auch das Hörverstehen. Die zwei Lehrer, die wir hatten waren sehr gut. Sie beantworteten Fragen sehr genau und waren auch an der Schweizer Kultur interessiert.

Die Schule hatte jeweils ein Nachmittagsprogramm nach der Schule, wie z.B. eine Stadtführung oder Minigolf.

Von der WSKVW aus hatten wir auch ein Programm mit Begleitung der ELC. Am Freitagnachmittag der ersten Woche gingen wir nach Brighton. Von dort aus wurden uns «The Lanes» (Einkaufsbezirk mit sehr vielen kleinen, unabhängigen Läden) und der Pier gezeigt. Zum Schluss der Führung schauten wir uns noch den «Royal Pavilion» an. Den Rest des Tages konnten wir und frei in Brighton verbringen.

Am nächsten Tag fand ein Ausflug nach London statt. Dort angekommen konnte man auswählen, ob man sich individuell in London bewegen oder zuerst gemeinsam noch den Royal Palace, das Ministerium und die National Art Gallery und von aussen anschauen wollte. Wir waren vier Aufsichtspersonen und vier Schüler auf der Tour. Nach der kleinen Tour konnten wir uns individuell in London bewegt. Als wir in einem Laden waren, kamen meine Freundin und ich ausversehen in einen Streik gegen den Brexit und mussten einen Umweg laufen, damit wir der Polizei und dem Streik aus dem Weg gehen konnten. Der Tag lief anders als geplant, war aber trotzdem sehr interessant.

Die zweite Woche war weniger aufregend, dafür aber sehr nützlich um mein Englisch zu verbessern. Ein weiteres Highlight von diesem Sprachaufenthalt war, dass wir «Beachy Head» besuchten. Von dort aus hat man eine atemberaubende Aussicht.

Am Samstag der zweiten Woche ging es wieder zurück in die Schweiz. Am Morgen wurden alle vor der Haustür abgeholt und an den Bahnhof gebracht, ausser meiner Freundin. Ich habe es dann dem Leiter mitgeteilt und es stellte sich heraus, dass der Taxifahrer beide Namen durchgestrichen hatte als er die erste Person abholte. Der Rest der Rückreise lief zum Glück reibungslos.

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